Reisebericht Brüssel und Straßburg

23.02.2025: Die Vögel zwitscherten und die Koffer waren bereit zum Einladen. Um 06:30 Uhr standen die meisten von uns mehr oder weniger bereit zum Antritt der Fahrt bei der Bushaltestelle Schwaz Schwimmbad um diese pünktlichst um 07:00 Uhr zu verlassen. Voller Motivation und Vorfreunde brachen wir schließlich zur hochgefürchteten 10-stündigen Busfahrt auf.
Endlich in der europäischen Hauptstadt angekommen machten wir uns fertig, um mit unseren Lehrerinnen und Lehrern das erste Mal in die Stadt zu gehen. In den duftenten Straßen Brüssels konnten wir nach diesem langen und aufregenden Tag endlich etwas Warmes zu uns nehmen. Nach unseren leckeren Mahlzeiten hatten wir neue Energie, um das Nachtleben in Brüssel zu erkunden. Danach machten wir uns mithilfe unseres treuen Begleiters (Google Maps) auf den Weg zu unserem Hotel, um dort den Tag in unseren Träumen Revue passieren zu lassen.

24.02.2025: Nachdem wir unseren tief verankerten französischen Wurzeln nachgegangen sind und uns beim Frühstücksbuffet mit Croissants und anderen Leckereien gestärkt hatten, waren wir alle bereit zum Aufbruch. Um ca. halb zehn Uhr fuhren wir mit der Metro zum EU-Viertel, um uns dort in 2 Gruppen die Euregio anzuschauen. Während die 1. Gruppe bereits im Gebäude war, konnten die übrigen ihren aufgrund der Busfahrt ausgefallenen Sonntagsspaziergang in einem nahegelegenen Park nachholen. Anschließend wandte sich das Blatt und die andere Gruppe kam auch noch zu ihrem Spaziergang. In der Mittagspause gingen viele Schülerinnen und Schüler dem Wunsch nach, belgische Pommes zu probieren. Gesättigt machten wir uns auf den Weg zur EU-Kommission. Dort angekommen bekamen wir einen Vortrag über verschiedenste interessante Dinge der EU. Am Abend füllten wir unsere Mägen in dem von den Lehrerinnen und Lehrern lange versprochenen Street Food Market. Dort gab es viele verschiedene Leckereien aus der ganzen Welt und jeder konnte das finden, worauf er oder sie gerade Lust hatte.   

25.02.2025: Um unser historisches Wissen über die EU zu intensivieren, besuchten wir am Dienstag das sechsstöckige Haus der Europäischen Geschichte. Dort konnten wir In jedem Stock aufschlussreiche Dinge über die Vergangenheit und Gegenwart der EU erfahren. Neben einer Nachbildung des Vertrags von Maastricht, welcher übrigens so dick ist, dass er sich über einen sehr langen Tisch erstreckt und kaum auf ein Panorama Bild eines Handys passt, konnten wir dort viele andere faszinierende Dinge der Europäischen Geschichte bestaunen. Am Nachmittag bekamen wir eine Stadtführung durch Brüssel. Bei dieser konnten wir viele sehenswerte Plätze der Stadt kennenlernen und einige Schritte sammeln. Neben dem Grand Place konnten wir an diesem Tag auch eine Cathedral auf einem Berg (in Tirol auch kleine Erhöhung genannt), den berühmten Mannekin Piss und viele andere Sehenswürdigkeiten erspähen. Unser Abendessen konnten wir an diesem Tag verzehren, wo uns unser Herz und unsere Nase hinführten. Die vielen „Freiheiten“ auf dieser Reise empfanden wir Schülerinnen und Schüler als sehr angenehm, da wir so alle etwas finden konnten das uns Schmeckt.  

26.02.2025: An diesem Tag ging es für uns nach Straßburg. Dort angekommen bezogen wir unsere Zimmer und machten uns auf den Weg in die Innenstadt, um uns die französische Stadt bei der für diesen Tag geplanten Stadtführung anzusehen. Doch das Schicksal meinte es anders mit uns und wir mussten das Programm an diesem Tag mit Freizeit ersetzen. So konnten wir uns schon einmal ein Bild von Straßburg machen, die wunderschönen Seitengassen mit verschiedensten Geschäften zum Shoppen und Läden mit süßen Naschereien erkunden und die bewundernswerten Gebäude betrachten.

27.02.2025: Der wohl programmreichste und wechselhafteste (Wetter) Tag der ganzen Exkursion. Am Vormittag besuchten wir das EU-Parlament in Straßburg. Dort bekamen wir einen Vortrag über den Aufbau des Gebäudes und den Ablauf einer Parlamentssitzung, besichtigten den Plenarsaal und durchliefen eine interaktive Führung mit verschiedenen Stationen bei denen wir uns über alle EU Mitgliedsstaaten und Abgeordneten genauestens informieren konnten. Nach diesem aufregenden Erlebnis hatten wir eine Mittagspause, in der sich einige Schülerinnen und Schüler kulturgemäß mit einem elsässischen Flammkuchen stärkten. Danach machten wir uns auf, Straßburg vom Wasser aus zu begutachten, als es plötzlich zu schütten begann. Innerhalb von wenigen Minuten entschied sich das Wetter jedoch dazu uns doch eine gute Aussicht aus dem Boot zu gönnen. Bei dieser Tour wurden uns viele Sehenswürdigkeiten über Kopfhörer erklärt und nahegebracht. Nach dieser einzigartigen Erfahrung gingen wir zum Treffpunkt für unsere vom Paulinerverein finanziell unterstützten, Stadtführung, die uns am vorigen Tag entgangen ist. In diesen 2 Stunden wurde uns die Stadt und Architektur in zwei Gruppen gezeigt. Als wir die Tour starteten und mit unseren Guides in das berühmte Straßburger Münster gingen, war das Wetter noch akzeptabel, doch als wir aus der beeindruckenden Kirche herausspazierten, wurden wir mit starkem Regen und später auch Hagel überrascht. Im Laufe des Rundgangs pendelte sich das Wetter jedoch wieder ein und als wir La Petite France, den wohl auf den meisten Postkarten Straßburgs abgebildeten Ort, besichtigten, strahlte uns die Sonne ins Gesicht. Nach diesem ereignisreichen Tag mussten wir leider schon unsere Koffer für die Rückreise packen.

28.02.2025: Am Rückreisetag besichtigten wir noch den Bunker Forte de Schöneburg. Dort bekamen wir eine Führung durch die endlos erscheinenden Gänge des ehemaligen Festungswerkes der Maginot-Linie und konnten uns ein gutes Bild davon machen, wie es damals in diesen alten und kalten Gängen ausgesehen haben muss. Als wir alle wieder im Bus waren, setzten wir unsere Heimreise fort. Um ca. 20:00 Uhr kamen wir dann schließlich in Schwaz an.   
Fazit: Alles in allem war die Reise eine wundervolle Erfahrung, die nicht einmal von der anstrengenden Rückreise (Stau und kranke Schüler: innen) zerstört werden konnte. Zwischen vielen interessanten Programmpunkten hatten wir ausreichend Freizeit, um eine fantastische Zeit mit unseren Freunden zu erleben und viele leckere Speisen zu probieren. Eines ist sicher, diese aufregende und tolle Reise wird so schnell keiner von uns mehr vergessen.

 


Lilian Kiener und Lisa Esterhammer (Schülerinnen der 6B Klasse)

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